Die Serie von drei Bildern besteht aus Malerei direkt auf Fotografien. Sie ist Teil eines 2009 begonnenen Projekts, in dem ich eine künstlerische Herangehensweise erprobe, die Fotografie und Malerei als visuelle Materialisierung von Realität und persönlichen Vorstellungen, Wahrnehmung und eigener Geschichte begreift.
Im Herbst 2011 hatte ich die Chance, mit einer Gruppe von Fotografen und Architekten nach Jerusalem zu reisen. Wir besuchten palästinensiche Flüchtlingslager und auch Orte von religiöser Bedeutung in Jerusalem. Ich war schlecht informiert über die politische Situation und über die verschiedenen Religionen und Bevölkerungsgruppen in Israel, so dass ich die vielen Eindrücke kaum bewältigen konnte. Die mannigfaltigen und komplexen Konflikte in Israel ließen mich verzweifeln darüber, wie ich dort existieren und arbeiten kann.
Die in der Wüste aufgenommenen Fotografien, zeigen meine Reaktion auf dieses starke Gefühl der Entfremdung und meine Flucht davor. Sie zeigen meinen Versuch die Überforderung zu bewältigen und mich selbst wieder zu finden, an einem neutralen Ort, an dem ich sein kann, wo kaum etwas existiert, als eine Landschaft, eine Komposition.
Nachdem ich meine entwickelten Filme bekam, konfrontierte ich sie als ausgedrucktes, viereckiges, flaches Bild mit meinem Geisteszustand und reagierte erneut auf den Eindruck, den die Landschaften bei mir hinterlassen: Ich male intuitiv aber bedacht direkt auf die Ausdrucke, um entweder meine eigene Idee der Form der Landschaft zu intensivieren, um Elemente innerhalb des Bildes zu verbergen, oder um einen phänomenalen Aspekt zu finden und entstehen zu lassen.





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